zurück  Home | über mich | Galerie | Blog | Tipps & Tricks | in Arbeit | Kit preview | Neuheiten | Ausstellungen | Auftragsmodellbau | Links | Impressum | Gästebuch

 

 

Pz.Kpfw.VI Ausf. E "Tiger I" s.Pz.Abt.501 - Tunisia 1942/43 von Tamiya (35227)

Die s.Pz.Abt.501 wurde am 10. Mai 1942 in Erfurt als schwere Tiger-Abteilung der Heerestruppe für Afrika mit 2 Kompanien aufgestellt. Dabei verwendete man die am 16. Februar 1942 aufgestellten schweren Panzer-Kompanien 501 und 502. Ende August 1942 erhielt die Truppe die ersten Tiger. Im Winter 1942/43 wurde die Abteilung nach und nach mit dem Zusatz Tropen nach Afrika überführt. Die ersten 3 Tiger erreichen am 23. November 1942 Tunesien.  Am 1. Dezember 1942 haben die Tiger der Abteilung ihr erstes Gefecht zu bestehen, dabei wurden 9 US- und 2 britische Panzer abgeschossen. Am 3. Dezember 1942 treffen weitere 3 Tiger ein und werden in Bizerta entladen. Am 9. Dezember 1942 sind 7 Tiger und 5 Panzer III bei der Abteilung einsatzfähig. Am 25. Dezember 1942 sind 12 Tiger und 16 Panzer III einsatzfähig. Die Abteilung wurde in Afrika bei der 5. Panzerarmee eingesetzt. Am 25. Dezember 1942 erreicht die 2. Kompanie mit 8 Tigern Tunesien. Vom Tiger mit der Turmnummer 121 gibt es ein  Foto, er soll am 22. Januar 1943 von einem britischen ?... abgeschossen worden sein und ist dabei ausgebrannt.

 

Zum Bausatz:  Der Bausatz von Tamiya hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel, aber wie wie Tamiya üblich sind die Teile sehr gut detailliert und halten sich im überschaulichen Rahmen. Angüsse gibt es nur wenige, dafür reichlich Mittelgrate, die unbedingt entfernt werden sollten. Dem Bausatz liegen Ketten aus Vinyl bei, die aber durch Einzelkettenglieder vom selben Hersteller ersetzt werden können. Die Decals sind wie üblich bei Tamiya ziemlich dick und nur mit Weichmacher und Spezialbehandlung zu gebrachen.

 

Zum Bau und zur Bemalung: Zum Zusammenbau kann ich nicht viel schreiben, da der Tiger bereits durch einen Modellbaufreund komplett zusammengebaut wurde. Das Modell wurde soweit aus der Box zusammengeklebt, nur eine gedrehtes Kanonenrohr aus Aluminium kam zum Einsatz. Die Einzelkettenglieder musste ich nochmals neu zusammenkleben, da sie im vorgebauten Zustand nicht an die Räder angelegt werden konnten.

Mein Teil an diesem Modell bestand also ausschließlich in der Bemalung und Alterung. Nachdem einige Fotos von Time Life über die Afrika-Tiger im Netz aufgetaucht sind, die einen grünen Farbauftrag zeigen, ist die Legende vom grünen Tiger in Afrika wieder in allen möglichen Foren Diskussionsstoff. Ich bin der Auffassung, dass die Panzer nicht grün, sondern ganz normal mit RAL 8000 "grünbraun" gespritzt waren und die Fotos einen Farbstich haben, der mit jedem guten Bildbearbeitungsprogramm wegbearbeitet werden kann.

Mein erster Arbeitsgang war das Verdrecken der Unterwanne, Front, Heck und Räder mit einer Mischung aus flüssigem Resin, Modelliergips und feinem Dekosand. Dieser Brei wurde mit einem Pinsel aufgebracht und trocknet nach ca. einer Stunde vollständig aus.

Nach einer grauen Grundierung habe ich die Kanten in einem dunklen Braunton vorschattiert und danach das Modell mit RAL 8000 von Lifecolor in zwei Schichten gespritzt. Aufgehellt wurde durch Zugabe von RAL 8020 "gelbbraun" ebenfalls von Lifecolor. Nach guter Durchtrocknung wurde ein dünner brauner Filter aufgebracht. Am nächsten Tag habe ich das Modell mit Future Floorwax eingesprüht. Das war notwendig um die Decals der Turmnummern so anzubringen, dass man später den glänzenden Trägerfilm nicht mehr sieht. Die Decals wurden mit Microset und Microsol von Microscale auf den hochglänzenden Untergrund aufgebracht. Die Balkenkreuze sind Trockentransfers aus dem Sortiment von Archer.

Der nächste Arbeitsgang war ein komplett Washing mit Ölfarbe Raw Umber von Rembrandt, wobei ich nach kurzer Antrocknung die überschüssige Farbe mit Wattestäbchen wieder entfernt habe. Nach 36 stündiger Trocknung wurde das Modell mit einer Mischung aus hellbrauner Enamelfarbe von Humbrol und weißer sowie ocker Ölfarbe trockengemalt. Dabei wurden die Bleche weiter aufgehellt und leichte Witterungsspuren am Turm und an der Wanne aufgebracht. In der Zwischenzeit habe ich die Ketten mit Dunkelbrauner Tamiya Farbe gespritzt, mit in Wasser gelösten Pigmenten betupft, versiegelt und mit Alufarbe trockengemalt.

Nach der Trocknung des Panzers ging es an die Detailbemalung und die weitere Alterung der Bleche, Kanten und Teile mit großer Beanspruchung. Dazu verwendete ich Metallizer von Testors und Acrylfarbe von Vallejo Model Color. Der Abschluss der Alterung war eine Behandlung des Panzers mit hellen Pigmenten, vor allen an den unteren Bereichen. Diese wurde teils trocken, aber auch nass unter Zugabe von Tensochromfarben von Lifecolor angebracht. Den Abschluss der Arbeiten bildet das obligatorische Übernebeln des Modells mit Mattlack von Modelmaster.

Fazit: Ein solider Bausatz mit allen Teilen die man für den DAK-Tiger braucht, um mit etwas Geduld und Geschick ein Super Modell zu bauen. Der Bausatz kann durchaus aus der Box ohne viel zusätzlichen Schnick-Schnak gebaut werden. Die bessere Alternative ist natürlich der DAK-Tiger von Dragon/Cyber-Hobby, der aber leider nicht mehr produziert, bzw. für Unsummen gehandelt wird.

 

2010 © www.panzerscale.com    Druckversion

[Counter]><font size=  mal gelesen